wahre Geschichten von unseren Heldinnen und Helden:

Es war einmal…

Kapitel: Gott ist immer für eine Überraschung gut! 🙂

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ie vier Jahre bei IGW waren für mich inspirierend, herausfordernd und lehrreich in jedem Bereich meines Lebens. IGW hat mich zu einer besseren Leiterin, leidenschaftlicheren Nachfolgerin und einer lernbereiten Theologin gemacht. Das Wichtigste, das ich bei IGW gelernt habe, ist jedoch, dass ein Leben im vollzeitlichen Dienst bedeutet, lebenslang mehr darüber zu lernen, wer und wie Gott ist, was Leiterschaft bedeutet und was es bedeutet, Kirche zu sein. Das Beste ist, IGW hat es geschafft, mir das nicht nur beizubringen, sondern mir wirklich einen Hunger nach mehr weiterzugeben.

Meine Vision

Das Leben mit Gott in den letzten Jahren hat mich gelehrt, dass es meist anders kommt, als ich gedacht oder geplant habe. Derzeit kann ich keine detaillierte Vision für mein Leben liefern. Aber eine, die mich mit Sicherheit auf Trab hält und Abenteuer verspricht: Mehr als alles andere wünsche ich mir, dass ich täglich in den kleinen, wie in den grossen Dingen Gottes Willen tue. Egal wo mich das hinführt, egal was es kostet, egal welche Art von Leben und Arbeit dies für mich bedeutet. Im Moment prüfe ich konkret, ob ich eine Berufung zur anglikanischen Priesterin in England habe. Wer weiss, Gott ist immer für eine Überraschung gut! 🙂

Meine Vita

Ich absolviere derzeit ein Vollzeitpraktikum bei Hope Church Islington, eine anglikanische Kirche mitten in London. Nebst der Mitarbeit in der Kirche darf ich montags Vorlesungen bei St. Mellitus besuchen und am Donnerstagmorgen erhalten wir als Praktikanten eher praktisches Training für den Dienst in einem anglikanischen “Parish” (ein geografisches Einzugsgebiet für jede Kirche).

Manuela Schmucki, 2016 Bachelor of Arts

Kapitel: Ich war baff

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GW] war die Möglichkeit Gemeinde und Studium zu verbinden. Es entspricht mir in grosser Eigenverantwortung zu studieren und zu planen

IGW: Sind Teile von deiner Vision, mit Jesus zu leben und immer näher an sein Herz kommen und staunen, wie er mit dem kleinen von mir grossartige Dinge tut, schon wahr geworden?

Michael Dufner: Ja ganz viele – immer wieder erlebe ich in meinem Versagen – z.B. als Vater oder Ehemann, wie Jesus einfach gutes Gelingen lässt. Dazu diese kleine Geschichte…

Ich habe einen Monstertag hinter mir. Ich bin seit 5 Uhr am Morgen unterwegs und meine Sitzungen waren nicht sehr motivierend, Eher frustrierend. Ich habe jetzt das Bedürfnis einfach in die Arme genommen zu werden, ein feines Glas Wein mit meiner Frau zu trinken, einen guten Film zu schauen und einfach zu vergessen. Stattdessen sagt Jesus: „Michi, geh mit deinem Sohn Joggen“. WORG, genau das will ich nicht. Also entschliess ich mich meinen Sohn zu fragen – natürlich im passenden Ton und mit der richtigen Fragestellung: „Joshua, du weisst, ich hatte einen strengen Tag, du sicher auch, meinst du, sollen wir noch Joggen oder willst du lieber…“ bevor ich aussprechen konnte, sagte mir Joshua: „Papi das ist ja krass grad heute Morgen habe ich gebetet, Jesus es wäre super, wenn Papi wieder einmal mit mir etwas machen würde – JA ICH WILL JOGGEN gehen.“

Super, also musste ich Joggen. Wir waren unterwegs und innerlich nervte ich mich noch über den verpassten Wein, den Film, den ich aufgeben musste. Wir machten einen Vitaparcour und als wir so Rückenübungen machten – wir knieten auf dem Boden mussten die Hände auf der Brust zusammenschlagen und mit der Nase vom Boden in den Himmel auf und ab bewegen. Da meinte mein Sohn: „Papi, das ist ja wie beten – komm wir beten.“ So hatte ich Gebetsgemeinschaft mit meinem Sohn im Wald. Ich war paff – und genau das meine ich. Ich liebe es, Jesus in meinen Schwachheiten zu erleben und erlebe es immer und immer wieder. Das zeigt mir, dass ich am richtigen Ort bin.

Michael Dufner, 2008 Bachelor of Arts

Kapitel: Die Herrlichkeit Gottes

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ch habe sehr viel in den Bereichen Persönlichkeit, Theologie und Gemeindearbeit gelernt! Besonders gut gefallen hat mir die gegenseitige Bereicherung von Theorie und Praxis während des gesamten Studiums.

Meine Vision

Für dich, dein Leben, deine Arbeit Ich möchte gerne verkünden, dass Jesus eines Tages wiederkommen wird! Vor allem die Hoffnung und die Liebe Gottes für diese Welt kommt darin für mich zum Ausdruck! Mein Wunsch ist es daher zusammen mit meiner Frau Gemeinde mitzugestalten, die Hoffnung, die Liebe Gottes für diese Welt und die Herrlichkeit Gottes dort zum Ausdruck zu bringen, wo sie längst vergessen ist!

Meine Vita

Derzeit bin ich als Jugendreferent in der Braunschweiger Friedenskirche tätig.

Johannes Knittel, 2016 Bachelor of Arts

Kapitel: Mein Beitrag fängt bei mir selber an!

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as Studium bei IGW hat meine Liebe für Gott und für die Menschen verstärkt und mich motiviert mich in der Gemeinde einzusetzen. Ich habe viel gelernt von den Dozenten, aber vor allem auch in den Pausengesprächen von meinen Mitstudenten. Für die Gemeindearbeit habe ich viele Impulse bekommen und viele neue Gedankenanstösse, wie Gemeinde aussehen könnte.

IGW: Du arbeitest bei der Minoritätsgemeinde Aarau (Mino) als Teenie Pastorin. Was gefällt dir bei diesen Aufgaben besonders?

Andrea Meier: Es ist ein grosses Privileg mit Menschen in Richtung Gott unterwegs zu sein und sie in ihrem Potential zu fördern und auf dem Weg zu begleiten.

IGW: Was hat dir dein Studium für deine Arbeit gebracht?

Andrea Meier: Offenheit für andere Gemeinden, neue Ideen und Inspirationen, Tiefgang und das Handwerk, nach Antworten zu suchen, Motivation in die Gemeinde zu investieren.

IGW: Hattest du eine Person, die dich stark gefördert hat? Wie hat sie dir geholfen?

Andrea Meier: Verschiedene Leiter. Mit 12 hat mich mein Jungschihauptleiter stark gefördert. Mit 16 der Teeniehauptleiter. Sie haben mir Dinge zugetraut, die ich mir selber nicht zugetraut hätte.

IGW: Was ist dein Traum für das Reich Gottes? Wie siehst du deinen Beitrag darin?

Andrea Meier: Dass wir den Himmel auf die Erde holen und immer mehr verstehen, wer wir sind in Gott! Dass wir Christen unsere neue Identität leben und so Menschen dazukommen. Mein Beitrag fängt bei mir selber an!

Andrea Meier, 2013 Bachelor of Arts

Kapitel: Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen Hoffnung zu machen

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as Studium bei IGW) war für mich genau richtig. Nach dem Studium an der Uni Zürich wollte ich nicht schon wieder Vollzeit studieren. Zudem war ich in der Jugendarbeit unserer Kirche sehr engagiert und wollte da nicht raus. Bei IGW konnte ich beides machen. Einerseits weiter mich in meiner Kirche engagieren und andererseits ein vollwertiges theologisches Studium absolvieren.

IGW: Was hast du für Ausbildungen (vor, während und nach IGW) gemacht?

Benjamin Leuenberger: Nach der Kantonschule habe ich drei Jahre an der Uni Zürich Erziehungswissenschaften, Ethnologie und Islamwissenschaft studiert und mit einem Bachelor abgeschlossen.

IGW: Was sind deine Hauptaufgaben? / Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Benjamin Leuenberger: Bei mir gibt es fast kein ‚typischer’ Arbeitstag. Jeder Tag sieht irgendwie anders aus. Meine Hauptaufgaben sind das Predigen, die visionäre/strategische Leitung, die Kommunikation und auch die Planung von Anlässen. In alledem ist mir aber wichtig, dass ich möglichst viele dieser Aufgaben mit anderen Menschen zusammen mache. Ich versuche möglichst oft in Teams zu arbeiten. Das heisst es gibt viel zu besprechen und Mails zu schreiben. Ich habe viele Sitzungen und versuche Menschen zu fördern und ihnen immer mehr Verantwortung zu übergeben.

IGW: Was ist dein Traum für das Reich Gottes? Wie siehst du deinen Beitrag darin?

Benjamin Leuenberger: Ich träume davon, dass die Christen und die Kirche ein lebendiges Beispiel und damit Botschafter von Versöhnung, Vergebung, Heilung, Hoffnung, Frieden und Liebe sind in dieser Welt. Ich träume davon, dass wir ein guter Duft oder eine gute Atmosphäre verbreiten in unseren Nachbarschaften, Dörfern und Städten. Ich träume von versöhnten Familien, von Menschen die entspannt sind und Zeit haben und von Menschen, die aus ihrer Einsamkeit rauskommen. Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen Hoffnung zu machen und sie zu ermutigen und als Leiter und Kommunikator voranzugehen und Visionen für unsere Kirche umzusetzen.

Benjamin Leuenberger, 2013 Bachelor of Theology

Kapitel: das Leben teilen und Menschen zu Jesus führen

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ie Zeit im IGW hat mir geholfen, meinen Charakter im Blick auf die Missionsarbeit zu bilden und einen guten und praktischen Zugang zu Gottes Wort zu erhalten.

IGW: Du arbeitest in Belgrad (Serbien) als Studenten-Betreuerin. Was sind deine Hauptaufgaben? / Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Sonja Nussbaumer: Betreuung der Studenten (Mentoring) in der Bibelschule “Hrišćansko udruženje Beograd” (Christian Trust Belgrade) und Pionierarbeit im nahegelegenen Dorf (Evangelisation durch die Eröffnung eines Coffeeshops und die dort stattfindenden Aktivitäten. Musikalische Leitung (Worshipteam), Fahrdienst, Kellnerin im Café, Organisation der dortigen Aktivitäten: Music-Nights, Kreativ-Workshops, Deutsch-Konversations-Kurs, Filmabende.

IGW: Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?

Sonja Nussbaumer: Der Kontakt mit den Menschen, sowohl den Studenten und den Dorfbewohnern, das Arbeiten mit Gottes Wort (Bibelstudium mit den Schülern und Evangelisation), das Leben in einem anderen Land, in einer anderen Kultur, Spontanität der Leute.

IGW: Warum hast du dich für ein Studium bei IGW entschieden?

Sonja Nussbaumer: Weil ich mir einen praktischeren Zugang zur Bibel wünschte und mich für die Missionsarbeit ausbilden lassen wollte.

IGW: Hattest du eine Person, die dich stark gefördert hat? Wie hat sie dir geholfen?

Sonja Nussbaumer: Im Hinblick auf die Förderung meiner Persönlichkeit und einer stabilen Beziehung zu Gott, haben mir meine Eltern, Freunde, meine Mentorin und mein Pastor viel geholfen. Im Hinblick auf meine Arbeit in Serbien haben mir Reisen in östliche Länder und Freunde aus dem Balkan am meisten geholfen, weil ich durch sie meine Leidenschaft und den Wunsch, nach Serbien zu ziehen, gestärkt haben. Dies alles hat Gott zu einem wunderbaren Plan zusammengefügt.

Sonja Nussbaumer, 2014 Master of Arts

Kapitel: Gottes krasse und gute Verheissungen als Lebensstandard 

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m IGW lernte ich vieles was mir heute nützlich ist. Zum Beispiel das Lesen. Ich konnte zwar schon lesen, doch tat ich es nicht wirklich gerne. Jetzt liebe ich es zu lesen und entdecke alle die Schätze die in so vielen Büchern verborgen sind. Ausserdem lernte ich Disziplin und ich bekam das Werkzeug, welches ich für meine Berufung brauche. Damit meine ich Dinge wie Griechisch, Exegese, Gebet usw.

IGW: Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Daniel Eichenberger: Bei mir ist kein Tag wie der Andere, genau das ist das Schöne! Ich liebe die Abwechslung, die Selbstständigkeit und den Gemeindebau. Meine Hauptaufgaben sind es, den Himmel aus mir raus zu lassen, die Menschen zu lieben und sie anzuleiten zu leben als Kinder Gottes. Dies tue ich auf vielseitige Art und Weise, es geht aber nichts ohne eine tiefe Freundschaft mit dem himmlischen Daddy zu haben und ohne ein Verständnis davon zu haben, wer ich bin in Gott.

IGW: Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?

Daniel Eichenberger: Mir gefällt es „Unternehmer“ zu sein. Pastoren bauen eine Kultur auf, dafür braucht es ein unternehmerisches Denke, Innovation und Mut. Pastoren sind Unternehmer im Königreich Gottes. Sie wollen die Grenzen des Königreichs erweitern und Menschen hineinführen in dieses Leben der Freude und Freiheit, ganz gemäss unserem Urauftrag in Gen. 1. Das liebe ich!

IGW: Engagierst du dich in einem Verein oder bist du ehrenamtlich tätig?

Daniel Eichenberger: Neben der Gemeindearbeit spiele ich in einer Band mit Freunden. Ich fände es auch erstrebenswert in einem Verein zu sein, für den Gemeindebau in einer ländlichen Gegend ist das enorm gut. Allerdings habe ich es bis jetzt zeitlich nicht geschafft.

IGW: Was ist dein Traum für das Reich Gottes? Wie siehst du deinen Beitrag darin?

Daniel Eichenberger: Das Reich Gottes ist ein Reich der Liebe, der Freiheit und dort herrscht unvergleichliche Freude. Diese Reich soll sich ausbreiten und alle Menschen erreiche. Egal ob rot, gelb, schwarz oder weiss. Mein Beitrag ist es, als Bürger des Himmels und als Ebenbild Gottes dieses Reich in mein Umfeld zu bringen. Ich bin ein Original, wie jeder andere Mensch auch, deshalb kann Gott mich am besten gebrauchen, wenn ich echt bin, keine Kopie eines inspirierten Gottesmannes, sondern die beste Version von Daniel Eichenberger.

DANIEL EICHENBERGER, 2014 Bachelor of Arts

Kapitel: Wahrheit – meine größte leidenschaft!

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as Studium bei IGW hat mich sowohl breit und ausgewogen ausgebildet, als auch freigesetzt, dieses Wissen in praktischen Erfahrungen zu testen. Ich konnte tun, was ich zu hören bekam und habe nicht nur gehört, was ich tun sollte.

IGW: Du bist Hauptpastor der FEG Riehen. Was sind deine Hauptaufgaben? Und wie sieht so ein typischer Tag von dir aus?

Simon Kaldewey: Die Schwerpunkte bestehen aus Leiten und Verkündigen. Regelmässige Predigten und die damit verbundene Aneignung von einem vollen, der eigenen Überzeugung entsprechenden theologischen Vorrat – der gleichzeitig mit dem übereinstimmt, was die Gemeinde denkt nimmt einige Zeit in Anspruch. Dazu kommen viele Gespräche mit den Pastoren, der Gemeindeleitung und anderen wichtigen Schlüsselpersonen, um die entwickelte Vision in der gelebten Strategie zu realisieren.

IGW: Was von deinem Studium kommt in deiner Arbeit immer wieder zum Tragen?

Simon Kaldewey: Dazu zählt sicher die erlernte Selbstständigkeit und die Wichtigkeit einer klaren, visionsorientierten Leitung.

IGW: Was hat dir dein Studium für deine Arbeit gebracht?

Simon Kaldewey: Es hat mir den notwendigen Grundstock an sozialen, kommunikativen und theologischen Werkzeugen mitgegeben.

IGW: Engagierst du dich in einem Verein oder bist du ehrenamtlich tätig?

Simon Kaldewey: Ich bin Mitglied in einem Hobbyfussballverein und einem lokalen Tennisclub. Eine aussergemeindliche ehrenamtliche Tätigkeit bin ich zur Zeit konkret am Suchen.

IGW: Bist du verheiratet? Habt ihr Kinder?

Simon Kaldewey: Ja, wir haben vier Kinder.

IGW: Was war als Kind dein Traumberuf?

Simon Kaldewey: Millionär.

IGW: Was ist dein Traum heute?

Simon Kaldewey: Milliardär 😉 Mmmmh, das liebe Geld – ja, manchmal wünsche ich mir schon, alle meine Zukunftsfragen unabhängig vom Geld beantworten zu können.

SIMON KALDEWEY, 2004 MDiv, 2005 Master of Theology

Kapitel: ICH WILL MICH STETS NEU VON GOTT ÜBERASCHEN LASSEN

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ch würde sagen, dass vor dem Studium mein Glaubensleben definitiv einfacher war. Blauäugig wie ich war, verstand ich alle Geschichten in der Bibel wortwörtlich. Ich hatte keine Ahnung von all dem Wissen, all den Fragen und Forschungen, etc. die hinter diesem Buch lagen.

Als ich dann zum ersten Mal herausgefordert wurde, wirklich hinzusehen was der Text beantworten will oder was für eine Frage er überhaupt stellt, wurde ich definitiv herausgefordert. Ich wuchs mit absoluten Wahrheiten auf, und was ich hörte und lernte, rüttelte mich im positiven Sinne. Ihr könnt euch ja bestimmt vorstellen was in einem abgeht, wenn du plötzlich feststellst, dass es X verschiedene Interpretationen und Auslegungen zu verschiedensten Themen gibt.

IGW hat mir gezeigt, dass ich nicht fix fertige Antworten auf all meine Fragen haben muss und auch nicht brauche. Für mich war es am Schluss das schönste zu wissen, dass sich in Jesus Gott offenbart hat.

Die Vision für mich persönlich ist, dass ich mich stets neu von Gott überraschen lasse. Das Theologische Bild kann nie fertig oder erreicht sein, es gibt immer wieder etwas zu entdecken und zu staunen. Ich wünsche mir für mein Leben, dass die Sehnsucht nach Begegnungen mit Gott bleibt und er mein denken immer wieder komplett auf den Kopf stellen kann. Ja, ich möchte mein Leben lang teil dieser Revolution sein, die Jesus gestartet hat.

In meiner Arbeit stelle ich mir vor, wie das NextGen (die Jugendarbeit) ein Ort sein kann wo Jugendliche aktiv ihre Fragen stellen können und alles extrem interaktiv lauft. Dass wir step by step weg-kommen vom “frontal” teaching – hin zum Stammtisch, wo wir gemeinsam Themen besprechen können.

Die Jugendlichen sollen ermutigt werden selber zu Denken, selber zu Forschen. Wenn das NextGen ein Ort sein kann, wo jeder mit seinen Fragen kommen kann, egal wie kritisch sie sind, dann schlägt das Brücken zu ihren Freunden, dann werden sie ermutigt diese einzuladen. Nicht, dass diese Antworten geliefert bekommen, aber das man sich gemeinsam auf den Weg machen kann – um diesen unglaublichen Gott zu entdecken.

SARAH ESCHMANN, 2015 Bachelor of Arts

Kapitel: … eine der besten Zeiten in meinem Leben.

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achet die Menschen zu Jüngern … und lehrt sie alles zu halten, was ich euch geboten habe. Das Menschen zu Jünger machen, Menschen zu Jesus führen, ist nicht so meine Stärke, aber sie auf dem neuen Weg begleiten und lehren entspricht mir sehr. Dabei ist es mein tiefster Wunsch, dass ihr Glauben, wirklich Bodenhaftung entwickelt und sich im Alltag auszeichnet.

IGW: Warum hast du dich für ein Studium bei IGW entschieden?

Josef Villiger: Ich habe ca. sieben Jahre in Drogen Rehas gearbeitet und das ohne entsprechende Ausbildung. Alles, was ich mitbrachte war meine eigene Drogen- und Therapieerfahrung. Nach all den Jahren kam ich an einen Punkt, wo ich mich entscheiden musste, entweder in diese Richtung eine Ausbildung zu machen, oder etwas ganz Anderes anzupacken. Schon während meiner Therapiezeit wurde ich für Andachten angefragt, die dann auch sehr gut ankamen. Später, dann auch ab und zu einen Predigtdienst. 

Ausschlaggebend für die Suche nach einer Ausbildungsstätte war jedoch der Spielfilm „Yentl“ (eine junge Israelitin verkleidet sich als junger Mann, um an Thorastudium teilnehmen zu können). Ich habe mir dann verschiedene Bibelschulen angeschaut. Einer meiner Freunde war da schon am IGW und hat mir die Ausbildung wärmstens empfohlen. Was hat mich an der Schule überzeugt? Das modulare System, das breite thematische Ausbildungsangebot, die Lernklassen, dass es nebst der Schule keine Aufgaben zu erledigen gab und die permanente Weiterentwicklung der Schule. Und – natürlich, dass ich einen Diplomarbeits-Förderpreis erhalten habe.

IGW: Was von deinem Studium kommt in deiner Arbeit auch nach 15 Jahren immer wieder zum Tragen?

Josef Villiger: Am nachhaltigsten ist für mich das Fach Kommunikation.

IGW: Was hat dir dein Studium für deine Arbeit gebracht?

Josef Villiger: Da ich im zweiten Studienjahr von meiner Kirche die Anfrage für den Pastorenjob erhielt, fühlte ich mich wie ein Lehrling in einer Geschäftsleiterposition. Also ein ziemlicher Spagat. Das IGW gab mir alles, was ich in dieser Zeit brauchte, das war echt stark.

IGW: Hattest du eine Person, die dich stark gefördert hat? Wie hat sie dir geholfen?

Josef Villiger: Ja, das ist vor allem Peter Falk, ehemaliger Pfingstprediger in St. Gallen und mein Mentor während dem IGW und darüber hinaus. Seine Bodenständigkeit und Weisheit war mir unzählige Male eine Bereicherung.

JOSEF VILLIGER, 2001 Bachelor of Arts

Kapitel: näher an den dreieinigen gott

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eine Zeit beim IGW hat mich auf geistlich, theologisch und praktisch auf meinen Gemeindedienst vorbereitet. Darüber hinaus habe ich in dieser Zeit mich selbst mit meinen Stärken, Schwächen und meiner Persönlichkeit besser kennen, verstehen und einschätzen gelernt. Das IGW hat mich auf dem Weg dorthin, wo ich heute bin, begleitet. Für mich war die Kombination aus Theorie und Praxis entscheidend. Die kontinuierliche Mitarbeit in einer Gemeinde hat einen guten Einblick in die alltägliche Gemeindearbeit gegeben. Außerdem kommen die Dozenten aus der Praxis und damit wird die Theorie gut in der Praxis verortet.

IGW: Was von deinem Studium kommt in deiner Arbeit immer wieder zum Tragen?

CHRISTIAN DUMKE: Im Studium musste ich meine Zeit eigenverantwortlich einteilen und meine Aufgaben im Studium und im Praktikum erledigen. Das gelernte Zeitmanagement hilft mir heute, wenn ich meine Aufgaben und Arbeitszeiten selbst planen und einteilen muss. Außerdem brauche ich natürlich regelmäßig Fachwissen aus den verschiedenen Kursen.

IGW: Was ist dein Traum für das Reich Gottes?

CHRISTIAN DUMKE: Mein Traum für das Reich Gottes ist, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen und ihm nachfolgen, mit allem, was sie sind und haben.

IGW: Wie siehst du deinen Beitrag darin?

CHRISTIAN DUMKE: Mein Beitrag ist, dass ich selbst so lebe und mit anderen Menschen diesen Weg bzw. Teile davon gehe.

CHRISTIAN DUMKE, Bachelor of Arts

Kapitel: Fragen stellen und Antworten suchen.

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ch wollte eigentlich nur etwas für mich tun. Zeit für mich mit Gott nehmen. Aber es ist nicht dabei geblieben, wie könnte es auch. Was das Herz voll ist …

IGW: Du engagierst dich nach deiner Pension weiter ehrenamtlich in der Gemeinde. Was sind deine Hauptaufgaben?

Erika Urech: Meine Hauptaufgabe ist der sozial-diakonische Dienst in unserer Gemeinde. Bei mir gibt es keinen typischen Arbeitstag. Meine Fixpunkte sind der Unterricht am Montag- und am Freitagmorgen, und Übersetzung im Gottesdienst. Alles andere hat sehr viel Spontanes.

IGW: Was war als Kind dein Traumberuf?

Erika Urech: Traumberufe gab es zu unserer Zeit nicht. Ich liebte es einfach, Neues anzufangen, Leute zu organisieren und wollte immer weit fort gehen.

IGW: Hattest du eine Person, die dich stark gefördert hat? Wie hat sie dir geholfen?

Erika Urech: Es gab verschiedene Menschen, zu verschiedenen Zeiten, die mich geprägt haben aber mein Mann hat mit wohl am stärksten gefördert und ermutigt einen vielleicht ungewöhnlichen Weg zu gehen.

IGW: Was von deinem Studium kommt in deiner Arbeit immer wieder zum Tragen?

Erika Urech: Lernen, näher hinzuschauen und besser hinzuhören. Die verschiedenen Kulturen sprechen nicht nur verschiedene Sprachen mit Worten, sondern die Bedeutung ist oft ganz anders.

ERIKA URECH, 2005 Master of Arts