Ursprünglich stand IGW für „Institut für Gemeindebau und Weltmission“. Dieser Name hat unsere Arbeit über viele Jahre geprägt und bringt bis heute ein zentrales Anliegen treffend zum Ausdruck: den Aufbau gesunder Gemeinden und die Ausrichtung auf Gottes weltweite Sendung.
Heute verwenden wir bewusst nur noch den Namen IGW. Er hat sich als eigenständige Marke etabliert und steht für unsere theologische Ausrichtung, unsere Praxis im Gemeindebau und unser missionales Verständnis von Gottes Sendung in die von ihm geliebte Welt. Damit lösen wir uns nicht von unseren ursprünglichen Anliegen, sondern bringen sie in einer Sprache zum Ausdruck, die unserer heutigen Arbeit besser entspricht.
Besonders der Begriff „Weltmission“ ist historisch belastet und kann missverständlich wirken. Mit IGW als Namen schaffen wir Raum, Mission differenziert zu erklären: als gemeinsames, globales Geschehen, das von gegenseitigem Lernen, Respekt und Partnerschaft geprägt ist. IGW steht deshalb für eine missionale Theologie, die den Aufbau von Gemeinden und die Sendung der Kirche untrennbar miteinander verbindet.
Seit unserer Gründung 1991 in Zürich bilden wir Christinnen und Christen aus, die sich für einen vollzeitlichen Dienst in Gemeinden, Missionswerken oder sozialen Einrichtungen berufen wissen. Mit über 340 Studierenden gehören wir heute zu den größten freikirchlichen Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Europa.
Unsere Studienprogramme sind durch den European Council for Theological Education (ECTE) akkreditiert — ein Qualitätssiegel, das bestätigt, dass unsere Programme den Maßstäben von Bachelor- und Masterstufe entsprechen. Über eine Kooperation mit der University of Pretoria ermöglichen wir unseren Absolventinnen und Absolventen zudem den Zugang zu einem staatlich anerkannten Masterabschluss (Master of Theology).
Wir bekennen uns zur Glaubensbasis der Europäischen Evangelischen Allianz und zur Lausanner Verpflichtung. Damit stehen wir für eine Theologie, die biblisch fundiert, gesellschaftlich relevant und missionarisch ausgerichtet ist.
Seit November 2024 bündeln wir unsere Kräfte mit dem Theologischen Seminar St. Chrischona (TSC). Gemeinsam bauen wir ein Netzwerk auf, das theologische Ausbildung von der Gemeindebasis bis zur akademischen Forschung abdeckt. Dieser Zusammenschluss vereint zwei der profiliertesten Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Raum — und schafft neue Möglichkeiten für alle, die Theologie studieren möchten.
Alles begann 1991, als Heinz Strupler IGW mit einer klaren Vision gründete: Theologie praxisnah und gemeindebezogen zu vermitteln. Schon zwei Jahre später stieß der reformierte Theologe Fritz Peyer-Müller dazu und eröffnete 1995 ein Studienzentrum in Bern.
Von Anfang an war Wachstum Teil unserer DNA: 1997 starteten wir ein Nachdiplomstudium, 1998 folgte das Fernstudium. 2003 wagten wir den Schritt nach Deutschland mit unserem ersten Studienzentrum in Essen. 2008 wurde die missionale Theologie zu einem prägenden Schwerpunkt unserer Arbeit. Ab 2015 erweiterten wir unser Angebot nach Österreich.
Heute sind wir an mehreren Standorten in der Schweiz und Deutschland präsent — in Zürich, Burgdorf, Aarau, Berlin, Braunschweig, Essen und Hamburg. Über 1’000 Personen haben bisher ein Bachelor- oder Masterstudium bei uns abgeschlossen.
Seit 2024 tragen Ruedi Röthenmund und Daniel Janzen als Co-Rektoren die operative Verantwortung für das IGW. Gemeinsam setzen sie den Kurs fort, der IGW seit über drei Jahrzehnten auszeichnet: Theologie, die bewegt — nah an den Menschen und nah an der Gemeinde.