Im Gespräch mit Detlef Kühlein über Gottes Stimme, schwierige Texte und echte Veränderung.
Wenn Detlef Kühlein die Bibel liest, entsteht vermutlich sofort ein heiliger Moment. Der Gründer von bibletunes drückt auf Aufnahme, liest den Text mit seiner vertrauten Stimme und weiß genau, was er anschließend dazu sagen möchte. So könnte man es sich vielleicht vorstellen.
Im Gespräch erzählte Detlef mir von anderen Momenten. Von Bibeltexten, an denen er stundenlang gearbeitet hat. Von Episoden, für die er Tage brauchte. Und von einer Aufnahme, bei der er wütend und schreiend aus dem Studio lief, weil er keinen Zugang zu dem Text fand.
Manchmal braucht er für eine Folge nur fünfzehn Minuten. Einlesen, Impuls aufnehmen, fertig. An anderen Tagen sitzt ausgerechnet der Mann ratlos vor der Bibel, dessen Stimme für Tausende Menschen untrennbar mit ihr verbunden ist.
Diese Ehrlichkeit hat mich berührt. Denn viele von uns kennen solche Erfahrungen. Wir lesen und verstehen kaum etwas. Ein Text langweilt uns oder stößt uns ab. Wir kämpfen mit Gericht, Gewalt und Aussagen, die nicht in unser Gottesbild passen. Oder wir schließen die Bibel, greifen zum Smartphone und haben eine Minute später vergessen, was wir gerade gelesen haben.
Solche Momente fühlen sich schnell ungeistlich an. Mit der Bibel kann nichts falsch sein, denken wir, also muss mit mir etwas nicht stimmen.
Detlefs Liebe zur Bibel besteht nicht darin, dass er diese Erfahrungen nicht kennt. Sie zeigt sich darin, dass er trotzdem im Gespräch bleibt. Mit dem Text und vor allem mit dem Gott, der ihm darin begegnet.
Ich bin nicht der Pressesprecher Gottes
Detlef begann mit vierzehn Jahren, die Bibel zu lesen. Er führte im Inhaltsverzeichnis Strichlisten darüber, wie oft er jedes biblische Buch gelesen hatte, und kaufte sich bereits als Teenager Kommentare. Er wollte verstehen.
Jahrzehnte später ist dieser Hunger noch immer da. Aber er hat gelernt, dass Verstehen nicht bedeutet, auf jede Frage sofort eine Antwort zu besitzen.
„Ich bin nicht der Pressesprecher Gottes.“
Dieser Satz ist mir geblieben.
Manchmal lesen wir schwierige Bibeltexte, als müssten wir Gott anschließend öffentlich verteidigen. Wir suchen möglichst schnell eine Erklärung, die jedes Unbehagen auflöst. Für jeden Topf soll ein Deckel gefunden werden. Doch manche Antworten sind zu klein für die Fragen, die ein Text aufwirft. Und manches vorschnelle Argument schützt eher unser eigenes Sicherheitsbedürfnis, als dass es der Bibel gerecht wird.
Detlef hat bei bibletunes deshalb Folgen aufgenommen, in denen er offen sagt, dass er gerade selbst nicht weiß, was er mit einem Abschnitt anfangen soll. Er lädt die Hörerinnen und Hörer ein, sich dem Text gemeinsam zu nähern, statt ihn so lange in ein fertiges System zu pressen, bis keine Spannung mehr übrig bleibt.
Das ist keine Kapitulation vor der Bibel. Es ist Demut vor ihr.
Gerade die Gewalttexte des Alten Testaments lassen sich nicht mit einem freundlichen Satz entschärfen. Sie brauchen historischen und literarischen Kontext, den Blick auf die große Geschichte Gottes, das Gespräch mit anderen Auslegerinnen und Auslegern und die Bereitschaft, Fragen auszuhalten. Auch dann wird nicht alles einfach.
Detlef versucht, die Bibel mit der Überzeugung zu lesen, dass Gott liebt und eine gute Geschichte schreibt. Diese „Liebesbrille“ hilft ihm, auch schwere Texte in Gottes Heilsgeschichte einzuordnen. Aber sie darf kein Trick werden, mit dem das Leiden von Menschen kleingeredet wird. Wenn in einem Text Männer, Frauen und Kinder sterben, bleibt das erschütternd.
Eine reife Liebe zur Bibel zeigt sich nicht darin, dass uns nichts mehr irritiert. Sie zeigt sich darin, dass wir das Irritierende weder verdrängen noch zum Anlass nehmen, die ganze Bibel vorschnell aufzugeben. Wir dürfen ringen, nachfragen, lernen und manches offenlassen.
Du liest nicht nur. Du wirst gelesen
Was erwartet Detlef, wenn er die Bibel aufschlägt?
Seine Antwort ist erstaunlich schlicht:
„Dass Gott spricht.“
Detlef beschreibt das Gefühl, nicht nur selbst die Bibel zu lesen. Da ist jemand, der ihn liest, ihm ins Gesicht schaut und ihn freundlich anspricht.
Das verändert die ganze Situation. Ich stehe dann nicht mehr als unbeteiligter Beobachter über einem antiken Text. Ich sammle nicht nur Informationen über Gott, Israel, Jesus oder die ersten Gemeinden. Ich werde selbst zum Angesprochenen.
Die Bibel wird zum Spiegel. Sie zeigt mir, wer Gott ist. Aber sie zeigt mir auch, wer ich bin. Sie macht sichtbar, wo mein Leben dem Wesen Jesu entspricht und wo Gott mich weiter formen möchte.
Das geschieht bei Detlef nicht als harte Selbstanklage. Er beschreibt einen Gott, der ihm freundlich zugewandt einen Punkt in seinem Leben zeigt. Und Detlef antwortet sinngemäß: Danke für den Spiegel. Danke, dass du mich darauf aufmerksam machst. Hilfst du mir, das gemeinsam mit dir anzugehen?
Hier liegt für mich ein entscheidender Unterschied. Detlef führt kein Gespräch mit einem Buch, als wäre Papier göttlich. Er führt aufgrund der Bibel ein Gespräch mit Gott.
Nicht die Bibel rettet uns. Jesus rettet uns. Gott ist größer als die Bibel und nicht in ihren Seiten eingeschlossen. Doch in ihr begegnen wir Gottes Geschichte mit den Menschen. Wir lernen Jesus kennen. Wir hören Worte, die der Geist Gottes über Jahrhunderte hinweg für sein Volk bewahrt hat. Und wir entdecken unser eigenes Leben in dieser Geschichte.
Die Bibel ist deshalb kein Ersatz für die Beziehung zu Gott. Sie ist einer der wichtigsten Orte, an denen diese Beziehung Gestalt gewinnt.
Eine Bibel, die mich nur bestätigt, verändert mich nicht
Niemand liest die Bibel voraussetzungslos.
Unsere Biografie liest mit. Unsere Gemeindeprägung sitzt mit am Tisch. Erfahrungen, Verletzungen, theologische Überzeugungen und kulturelle Selbstverständlichkeiten beeinflussen, welche Sätze uns sofort auffallen und welche wir kaum wahrnehmen.
Detlef spricht dafür von unseren „Bibelbrillen“. Diese Brillen sind nicht automatisch falsch. Wir können sie auch nicht einfach ablegen. Aber wir sollten wissen, dass wir sie tragen.
Wer die eigene Perspektive für die einzig mögliche hält, findet in der Bibel häufig nur das wieder, was er ohnehin schon glaubte. Der Text bestätigt dann meine Überzeugungen, meine Tradition und meine Urteile über andere. Er darf mich unterstützen, aber nicht mehr stören.
Doch eine Bibel, die mich nur bestätigt, kann mich kaum verändern.
Darum brauchen wir andere Menschen. Wir brauchen Christinnen und Christen mit einer anderen Biografie, aus anderen Gemeinden, Kulturen und theologischen Traditionen. Sie sehen Dinge, die uns entgehen. Ihre Fragen legen frei, wo wir eine bestimmte Auslegung vorschnell mit dem Wort Gottes selbst gleichgesetzt haben.
Das bedeutet nicht, dass jede Interpretation gleich überzeugend ist. Bibeltexte haben einen Zusammenhang, eine Geschichte und eine Aussageabsicht. Auslegungen müssen geprüft werden. Aber gerade wer die Bibel ernst nimmt, darf die eigene Lesart nicht mit ihr verwechseln.
Theologische Bildung ist an dieser Stelle besonders wertvoll. Sie liefert nicht für jeden schwierigen Vers eine schnelle Lösung. Sie hilft uns, genauer hinzusehen, größere Zusammenhänge zu erkennen und verantwortlicher mit offenen Fragen umzugehen.
Manchmal führt tieferes Studium zu mehr Klarheit. Manchmal führt es zunächst zu mehr Demut.
Beides ist ein Gewinn.
Inspiration ist noch keine Transformation
Ein Gedanke kann mich berühren, ohne mein Leben dauerhaft zu verändern.
Detlef erzählt das am Beispiel des Sabbats. Ein gutes Buch über das Ende der Rastlosigkeit hatte ihn inspiriert. Er war überzeugt: Das ist wichtig. So möchte ich leben.
Doch ein begeisterter Veränderungswunsch ist noch keine Veränderung.
Erst als Detlef die biblischen Texte zum Sabbat vertieft las, wuchs aus dem ersten Anstoß eine tiefere Überzeugung. Er entdeckte den Sabbat nicht nur als gute Idee für gestresste Menschen, sondern als Geschenk Gottes. Und damit wurde es konkret. Er musste in seinen Kalender schauen, Termine verändern, Grenzen setzen und zu guten Dingen Nein sagen.
Erkenntnis wird dort zur Veränderung, wo sie Konsequenzen bekommt.
Selbst damit war der Prozess nicht abgeschlossen. Detlef hatte über den Sabbat gelesen, eine bibletunes Staffel produziert und darüber gepredigt. Trotzdem erinnerte ihn seine Frau später daran, dass er gerade wieder gegen die eigene Überzeugung lebte.
Diese Szene macht geistliche Veränderung wohltuend realistisch. Wir verstehen etwas. Wir entscheiden uns. Wir verändern eine Gewohnheit. Dann fallen wir in alte Muster zurück und müssen neu beginnen.
Detlef unterscheidet deshalb zwischen einer einzelnen Veränderung und Transformation. Ich kann meinen Kalender für eine Woche umstellen. Transformation reicht tiefer. Etwas wächst organisch in meinen Lebensstil und meinen Charakter hinein.
Das braucht Zeit.
Die Kraft der Bibel zeigt sich nicht immer in einem spektakulären Augenblick. Oft wirkt sie, indem Gott uns denselben Spiegel wieder und wieder vorhält. Ein Wort begleitet uns. Andere Beobachtungen kommen hinzu. Einzelne Puzzleteile verbinden sich. Eine Einsicht sinkt langsam vom Kopf in das Herz und von dort in unsere Entscheidungen.
Die Bibel informiert uns nicht nur darüber, wie ein gutes Leben aussieht. Durch sie lädt Gott uns ein, dieses Leben mit ihm einzuüben.
Zwischen Bibel und Smartphone
Vielleicht liegt eines der größten Hindernisse für geistliche Veränderung nicht darin, dass wir zu wenig verstehen. Vielleicht geben wir dem Verstandenen nur kaum Zeit, in uns Wurzeln zu schlagen.
Wir lesen einen Satz, der uns trifft. Dann vibriert das Smartphone. Wir öffnen eine Nachricht, schauen kurz in die sozialen Medien und betreten den nächsten Informationsstrom. Was eben noch wichtig schien, ist verschwunden.
Detlef kennt diese Ablenkung selbst. Auch sein erster Griff am Morgen geht manchmal zum Handy. Seine Antwort darauf ist wenig spektakulär: Fokus, Disziplin und tragfähige Rhythmen.
Dabei macht er aus seiner persönlichen Routine kein Gesetz für alle. Seine Frau hatte in einer Lebensphase, in der sie morgens zwei Kinder fertig machen musste, andere Möglichkeiten als er. Nicht jeder Mensch kann früh am Morgen eine lange stille Zeit halten. Unterschiedliche Lebensphasen brauchen unterschiedliche Formen.
Detlef beschreibt drei Rhythmen, die sich ergänzen können:
Kurze regelmäßige Zeiten helfen, mit Gottes Wort verbunden zu bleiben. Zehn oder fünfzehn Minuten mit einer Tasse Kaffee können kostbar sein. Für manche ist der Weg zur Arbeit der passende Ort, um die Bibel zu hören.
Ein längerer Zeitraum in der Woche schafft Raum, genauer hinzuhören und über das Gelesene nachzudenken. Solche Zeiten entstehen selten zufällig. Sie müssen geschützt werden.
Ferien oder ruhigere Lebensphasen ermöglichen es, ein ganzes biblisches Buch am Stück zu lesen und Zusammenhänge zu entdecken, die bei kleinen Ausschnitten verborgen bleiben.
Entscheidend ist nicht, dass alle dieselbe Methode übernehmen. Entscheidend ist, dass das Wort nicht sofort im Lärm des nächsten Reizes untergeht.
Psalm 1 beschreibt einen Menschen, der über Gottes Weisung Tag und Nacht nachdenkt. Detlef nennt das Wiederkäuen. Ein Text begleitet ihn. Er taucht im Alltag wieder auf. Er verbindet sich mit anderen Beobachtungen und wird zum Gespräch mit Gott.
Nicht jede Bibellese muss ein außergewöhnliches Erlebnis sein. Aber ohne Aufmerksamkeit wird selbst ein starkes Wort kaum Wurzeln schlagen.
Gottes Stimme ist ein Orchester
Detlef ist in einem Gemeindekontext aufgewachsen, den er humorvoll so beschreibt: Die Dreieinigkeit bestand aus Vater, Sohn und Heiliger Schrift.
Natürlich glaubte man an den Heiligen Geist. Aber dass der Geist Menschen persönlich leitet, dass Gott durch andere Menschen, Umstände oder einen inneren Eindruck sprechen kann, spielte in seiner Erfahrung kaum eine Rolle.
Heute verwendet Detlef ein anderes Bild. Gottes Stimme ist für ihn wie ein Orchester. Gott besitzt viele Möglichkeiten, einen Menschen anzusprechen.
Die Bibel ist in diesem Orchester die erste Geige.
Sie ist nicht die einzige Weise, wie Gott redet. Aber sie bleibt der verlässliche Maßstab. Persönliche Eindrücke, Erfahrungen und Worte anderer Menschen dürfen ernst genommen werden. Sie dürfen jedoch nicht ungeprüft zu Gottes Stimme erklärt werden.
Detlef stellt dazu eine einfache Frage:
Warum sollte Gott zu mir reden, wenn ich nicht ernst nehme, was er bereits gesagt hat?
Die Bibel gibt unserem Hören Richtung und Halt. Sie zeigt uns das Wesen Gottes, erzählt seine Geschichte und hilft uns zu prüfen, ob eine vermeintliche Führung zu Jesus passt.
Damit vermeidet Detlef zwei Extreme. Auf der einen Seite steht ein Glaube, der Gott auf das gedruckte Wort reduziert und kaum damit rechnet, dass der Heilige Geist heute persönlich führt. Auf der anderen Seite steht ein Glaube, der jeden starken Gedanken oder jedes intensive Gefühl vorschnell mit göttlicher Autorität versieht.
Wir brauchen Offenheit und Prüfung.
Wer hören möchte, was Gott heute sagt, sollte ernst nehmen, was er bereits gesagt hat. Und wer die Bibel liest, darf erwarten, dass der lebendige Gott durch sie heute spricht.
Gute Bibellehre macht Menschen mündig
Als Detlef 2010 mit bibletunes begann, wollte er Menschen einen Zugang zur Bibel eröffnen. Viele hatten wenig Zeit, verstanden die Texte nicht oder fanden allein keinen Anfang. Seine Stimme und seine kurzen Impulse sollten ihnen helfen.
Inzwischen hören Tausende Menschen bibletunes in verschiedenen Sprachen.
Bemerkenswert finde ich, welches Ziel Detlef für sie hat:
„Hoffentlich brauchst du bibletunes irgendwann nicht mehr.“
Das klingt zunächst merkwürdig für den Gründer eines erfolgreichen Angebots. Aber es verrät viel über sein Verständnis von guter Lehre.
Gute Bibellehre bindet Menschen nicht dauerhaft an eine Lehrerin, einen Podcast, einen Pastor oder eine theologische Institution. Sie befähigt sie, selbst zu lesen. Sie hilft, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen, Hilfsmittel zu nutzen und unterschiedliche Auslegungen verantwortlich zu prüfen.
Natürlich bleiben wir aufeinander angewiesen. Mündigkeit bedeutet nicht, dass ich niemanden mehr brauche. Niemand erkennt alles allein. Aber ich soll nicht von der Auslegung eines einzelnen Menschen abhängig bleiben.
Hier liegt eine natürliche Verbindung zum Theologiestudium. Theologische Ausbildung tritt nicht zwischen einen Menschen und seine Bibel. Im besten Fall hilft sie ihm, tiefer, ehrlicher und selbstständiger mit ihr zu leben.
Sie weitet den Horizont, ohne die persönliche Begegnung zu ersetzen. Sie vermittelt Methoden, ohne den Text zu kontrollieren. Sie gibt Sprache für Überzeugungen und Fragen. Und sie lehrt uns, zwischen der Bibel, unserer Auslegung und unseren Traditionen sorgfältig zu unterscheiden.
Das Ziel ist nicht, für jede Stelle eine perfekte Antwort parat zu haben. Das Ziel ist ein mündiger Glaube, der lesen, hören, prüfen und sich verändern lassen kann.
Eine Liebe, die durch das Ringen hindurchträgt
Im Gespräch blickte Detlef auf 42 Jahre Glaubensweg zurück. Er verglich diesen Weg mit einem Marathon. Ein Marathon verlangt nicht, dass wir jeden Kilometer gleich schnell laufen. Wir müssen unsere Kräfte einteilen, Pausen zulassen und nach einem Sturz wieder aufstehen. Wir brauchen Menschen, die uns ermutigen und ein Stück des Weges mit uns gehen.
So ist es auch mit Detlefs Liebe zur Bibel. Sie begann mit der Begeisterung eines Vierzehnjährigen, der nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Sie führte durch Zeiten der Routine, durch Krankheit und durch Phasen, in denen er kaum Lust auf die Bibel hatte. Sie hat schwierige Texte, offene Fragen und wütende Stunden im Studio ausgehalten. Vielleicht wirkt sie gerade deshalb glaubwürdig.
Eine starke Verbindung zur Bibel erkenne ich nicht daran, dass mir jeder Text sofort etwas gibt. Sie zeigt sich auch nicht darin, dass ich jeden Morgen hoch motiviert bin oder auf jede Frage eine Antwort finde. Sie zeigt sich darin, dass ich immer wieder zurückkehre.
Ich komme mit meiner Neugier und mit meiner Langeweile. Mit meinen Überzeugungen und meinen Fragen. Mit meiner Bereitschaft zu gehorchen und mit den Bereichen, in denen Veränderung quälend langsam geschieht.
Und ich öffne die Bibel mit der Hoffnung, dass nicht nur ich einen Text lese. Da ist jemand, der mich liest. Jemand, der mir freundlich ins Gesicht schaut, mir den Spiegel vorhält und mich in das Bild Jesu verwandeln möchte.
Vielleicht ist deshalb die entscheidende Frage nach dem Bibellesen nicht nur: Was habe ich heute verstanden? Vielleicht lautet sie: Wo hat Gott mich angesprochen, und was darf dadurch in meinem Leben Wurzeln schlagen?
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Im vollständigen Herzgespräch spreche ich mit Detlef Kühlein über seine Liebe zur Bibel, schwierige Texte, Gottes Stimme und die Veränderungskraft des Wortes Gottes.
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Das Buch zum Gespräch
In Ein Gott. Ein Wort. zeigt Detlef Kühlein sieben praktische Schlüssel für ein neues Bibellesen. Das Buch lädt dazu ein, die Bibel nicht nur zu verstehen, sondern durch sie in einen lebendigen Dialog mit Gott zu treten.
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Die Bibel im Ohr
bibletunes verbindet fortlaufende Bibeltexte mit kurzen, verständlichen Impulsen und hilft Menschen, einen eigenen Zugang zum Wort Gottes zu finden. bibletunes kennenlernen
Tiefer lesen und theologisch mündig werden
Ein Theologiestudium hilft dir, Bibeltexte in ihren Zusammenhängen zu verstehen, die eigene Prägung zu reflektieren und verantwortlich mit unterschiedlichen Auslegungen umzugehen. Bei IGW verbinden wir fundierte Theologie mit persönlicher Entwicklung und gelebter Praxis. Mehr über das Theologiestudium bei IGW erfahren